Willkommen

Die Fachgruppe Meteorastronomie (FMA) operiert unter dem Dachverband der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft und betreibt das Schweizerische Meteornetzwerk. Die Mitglieder beschäftigen sich mit den Meteoroiden, die bei der Kollision mit der Erdatmosphäre eine Leuchtspur (Meteor oder "Sternschnuppe") generieren.
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    Haben Sie etwas Helles und Schnelles gesehen, das wie eine große Sternschnuppe aussah? Berichten Sie uns davon: Es könnte eine Feuerkugel gewesen sein!    

Neue BeobachterInnen und Stationen sind jederzeit herzlich willkommen (Kontakt).


News

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14. Nov. 2017:  

Am frühen Abend des 14. Novembers 2017, um 17:47 Uhr MEZ, ereignete sich eine helle Feuerkugel im Grossraum Wiesbaden (Augenzeugen-Berichte). Die Feuerkugel wies eine vergleichsweise flache Trajektorie auf. Für die Kameras des Schweizerischen Meteornetzwerks (FMA) befand sich die Leuchtspur zu tief über dem nördlichen Horizont, weshalb leider keine Aufzeichnungen vorliegen. Die Feuerkugel wird als mehrfarbig beschrieben und zerfiel offenbar zum Schluss der Leuchtspur in mehrere Teile.
Die Seismografen des Erdbebendienstes Wiesbaden zeichneten zwei Minuten nach der Sichtung ein starkes Signal auf, welches vermutlich von einer Druckwelle (Überschallknall) des Meteoroiden ausgelöst wurde.

14. Nov. 2017:  

Two new lectures were updated:
18. Nov. 2017, 15:00: Twannberg: Ein grosser Meteoritenfall im Berner Jura
23. March 2018, 20:00: Asteroideneinschläge – wie gross ist die Gefahr?

21. Sept. 2017:  

Stefano Sposetti (LOC) recorded a rare Transient Luminous Event of type Elve! The corresponding thunderstorm occurred over the Adriatic Sea.
Already in March, Jochen Richert (BOS) captured a video sequence of an Elve event.

16. Sept. 2017:  

Durchführung des 8. Meteor-Meetings in der Sternwarte Bülach mit 12 Teilnehmern aus der ganzen Schweiz. Aus aktuellem Anlass wurde im zweiten Meeting-Teil ein Workshop zur Beobachtung und Aufzeichnung der Sternbedeckung durch Triton vom 5. Oktober 2017 durchgeführt.
Protokoll  Skript

10. Sept. 2017:  

Neu: Die Meteorströme 2018 stehen zum Download bereit. Sie enthalten auch die Daytime-Meteorströme für Radio-Beobachter.
(mit freundlicher Genehmigung von Dr. Jürgen Rendtel, International Meteor Organization & Arbeitskreis Meteore e.V.)

Aug. 2017:  

Wenn die richtige Kamera am richtigen Standort ist: Roger (Kamera: Sony alpha-7sII) besuchte Jochen (Standort) in Bos-cha auf 1600 m/M und fotografierte den Himmel über einem weit entfernten Gewitter...

24. Juli 2017:  

Anlässlich des Spektroskopie-Workshops am Observatoire de Haute Provence (OHP 2017) gelang Martin Dubs das erste Meteorspektrum dises Jahres. Herzliche Gratulation!

08. Juli 2017:  

Wenn Zeus tobt: Die Station SON wurde durch einen direkten Blitzschlag ausser Gefecht gesetzt. Trotz Blitzableiter wurden dabei einige Gerätschaften (PC's, Wetterstation, Wolkensensor, Radio-Empfänger, etc.) zerstört. Bis alles wieder läuft, stehen von SON leider keine Meteor-Daten zur Verfügung. Dieses Ereignis fällt definitiv in die Kategorie "Dinge, die die Welt nicht braucht"!

06. Juli 2017:  

Earth Grazer über der Schweiz: Der aussergewöhnliche, 18 Sekunden dauernde Meteor wurde von acht Stationen der FMA entlang einer Trajektorie von insgesamt 527 km, die quer über die Schweiz verlief, aufgezeichnet. Die Umstände seines Atmosphäreneintrittes sind besonders erwähnenswert, da er diese buchstäblich nur streifte: Beim Verlöschen hatte er seinen erdnächsten Punkt bereits passiert und befand sich bereits wieder am Entfernen!
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04. Juli 2017:  

Das Magazin MeteorNews veröffentlicht einen Bericht der FMA: Martin Dubs, Stefano Sposetti, Roger Spinner und Beat Booz haben langsame Meteore untersucht und darüber eine wissenschaftliche Arbeit verfasst.

05. Juni 2017:  

Laut einer aktuellen IAU-Mitteilung wurde ein neuer Meteorstrom bestätigt: Peter Jenniskens vom SETI-Institut ist es einmal mehr gelungen, aus den Videodaten mehrerer Datenbanken einen neuen Meteorstrom, die Juni-theta-Serpentiden (IAU#683 JTS), nachzuweisen. Die dafür verwendeten Daten stammen aus den Archiven von CAMS, SonotaCo, CMN und Edmond, wobei in letztere auch die Fachgruppe Meteorastronomie FMA ihre Daten deponiert.

02. Mai 2017:  

Zur Verbesserung der Überlappung von Kamera-Blickfeldern: Einer interessanten Studie des BeNeLux CAMS network zufolge sollten sich die Kamera-Blickrichtungen zweier benachbarter Stationen entweder in einer Höhe von 90 km (für Sporadische und alle Meteorströme) oder aber 80 km (bei der Beobachtung einzelner Meteorströme) schneiden.
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18. März 2017:  

Das bisher nur im Mitgliederbereich zugängliche Feuerkugel-Archiv ist nun öffentlich erreichbar. Darin sind alle grösseren Meteorereignisse am Schweizer Nachthimmel seit 2013 erfasst. Die umfangreiche Datenbank, welche von Roger Spinner programmiert wurde, kann entweder innerhalb eines wählbaren Zeitraumes oder nach konkreten Ereignissen durchsucht werden. Es werden alle elektronisch verfügbaren Daten angezeigt, die von den Fachgruppen-Mitgliedern in der Datenbank deponiert wurden.
Zum Feuerkugel-Archiv...

14. Feb. 2017:  

Der langsame Meteor vom 2. Januar 2017 war ein Doppel-Ereignis: Eine erweiterte Auswertung ergab, dass innerhalb von 100 Minuten gleich zwei Meteore über der Schweiz aufleuchteten, welche sich zuvor denselben Orbit teilten. Die Spektral-Analyse bestätigt zweifelsfrei, dass die beiden Meteoroiden vom selben Mutterkörper stammten.
Meteor-Doppelgänger  /  Two slow meteors with spectra

24. Jan. 2017:  

Neu: 3D-Visualisierung von Meteorströmen! Die App von Ian Webster ermöglicht eine sehr anschauliche Darstellung der helleren Meteorströme, denen die Erde während ihres Umlaufs um die Sonne begegnet. Prädikat: wertvoll! (Benötigt aktuellen Browser).

20. Jan. 2017:  

Wo bis vor kurzem noch ein weisser Fleck auf der Europakarte war: Die Fachgruppe Meteorastronomie detektierte im Jahr 2016 über 126'000 Meteore und leistete dabei einen grossen Beitrag innerhalb des europäischen Meteornetzwerkes. Um die Überlappung der beobachteten Himmelsbereiche weiter zu verbessern, suchen wir weitere engagierte Mitglieder, die selber eine Station betreiben wollen. Einfache E-mail genügt!.

02. Jan. 2017:  

Der aussergewöhnlich langsame Meteor mit langer Leuchtdauer um 01:52:02 UT war ein kosmischer Streifschuss: Seine geozentrische Geschwindigkeit betrug mit 14 km/s nur wenig mehr als die Erd-Fluchtgeschwindigkeit und der Eintrittswinkel war mit 7° sehr flach. Der beobachtete Höhenbereich reicht denn auch nur von 78 bis 63 km. Die Trajektorie ist derart flach, dass ihre Verlängerung keinen Schnittpunkt mit der Erdoberfläche ergibt. Wäre der Brocken nicht vollständig verdampft, wäre der Rest wieder ins All entschwunden!
Video, Spektrum, Sound und mehr...

12.-15. Dez. 2016:  

Sehr gute Übereinstimmung bei der Radio-Aufzeichnung des Geminiden-Stroms: Die von den Stationen ENT und WOB aufgezeichneten Aktivitätskurven sind beinahe deckungsgleich und lassen den Maximumszeitpunkt mit hoher zeitlicher Auflösung bestimmen.

14. Nov. 2016:  

Time Lapse Aufnahme von Meteor-Trail: Während der Aufzeichnung der Konjunktionsstellung von Jupiter, Mond, Mars und Venus erwischte Martin Würzer die helle Feuerkugel vom 07. November 2015 (02:46 UT), welche einen lange sichtbaren Trail generierte. Sein Standort befand sich im Sustengebiet (46°44′27.7″N 8°30′12.2″E / 1650m), Blickrichtung Osten.
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12. Nov. 2016:  

Durchführung des 1. Meteor Spectroscopy Workshop in Bern:
Protokoll  Spectroscopy  Processing

20. Okt. 2016:  

Anlässlich eines Gewitters südlich von Locarno gelangen Stefano Sposetti (GNO) und Jose De Queiroz (FAL) spektakuläre Aufnahmen eines Blitzes mit TLE. Von diesem Ereignis konnte gar ein Spektrum gewonnen werden.
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08. Okt. 2016:  

Durchführung des 7. Meteor-Meetings in Épendes mit 15 Teilnehmern aus der ganzen Schweiz:
Protokoll  Flyer  Spectro  Process  Sony a7S

23. Sept. 2016:  

Eine vorläufige Auswertung der Europäischen Meteor-Datenbank EDMOND illustriert die aufgezeichneten Perseiden über Europa. Die hohe Meteor-Dichte über der Schweiz bedeutet NICHT, dass die meisten Perseiden über der Schweiz fallen :-), sondern belegt vielmehr die effiziente Arbeitsweise der FMA-Stationen! Bravo!

22. Sept. 2016:  

Beispiel für Europäische Zusammenarbeit: Es ist erstaunlich, über welche Distanzen einzelne Meteore beobachtet und trianguliert werden können: Rekordhalter sind die Stationen Wilcot and Nydek: Die Bodendistanz beträgt 1460 Kilometer! Auch die FMA-Stationen VTE, LOC und BAU rangieren unter den weitesten Triangulationen.

10.-14. Aug. 2016:  

Die diesjährige Aktivität der Perseiden konnte gut beobachtet werden. Im Zeitraum vom 10.- 14. August wurden von den FMA-Stationen fast 13'000 Meteore aufgezeichnet, die aus dem Sternbild Perseus zu kommen schienen. Das Aktivitätsmaximum konnte mit der Radio-Methode auf die frühen Morgenstunden des 12. August bestimmt werden (SCH, VTE, BOS).

27./28. Juli 2016:  

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2016 erfolgte ein kurzer und heftiger Ausbruch der gamma-Draconiden (GDR). Zwischen 23:00 und 01:00 UT registrierten CAMS Benelux und CMOR zeitweise eine ZHR von über 35 Meteore pro Stunde. Die Aufzeichnungen unserer Stationen (VTE, FAL, MAU und BOS) konnten diesen Ausbruch einwandfrei bestätigen.
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10. Juli 2016:  

Mit Hilfe einer hochempfindlichen Kamera gelangen erstmalig Farbaufnahmen von Sprites (Transient Luminous Events TLE). Roger Spinner (VTE) richtete seine Sony alpha 7sII auf ein nächtliches Gewitter und erzielte atemberaubende Farbaufnahmen dieser kurzzeitigen elektrischen Entladungen.

02.-05. Juni 2016:  

Die diesjährige International Meteor Conference (IMC) fand in Egmond an der Westküste der Niederlanden statt. Von den 160 Teilnehmern aus allen 5 Kontinenten war die Schweiz mit Martin Dubs, José De Queiroz und Jonas Schenker vertreten. Bereits am ersten Abend leitete Martin Dubs den Workshop über Meteor-Spektroskopie. Später hielt er im Namen der FMA ein Referat unter dem Titel Meteor Spectroscopy - Calibration, welches auf grosses Interesse stiess. Den ausgeschriebenen Foto-Wettbewerb schliesslich gewann ... Martin Dubs mit der von ihm kalibrierten spektroskopischen Farb-Aufnahme von Koji Maeda. Herzliche Gratulation!

02. Mai 2016:  

Beobachtungen von hellen Meteoren, Feuerkugeln und Boliden können nun von Augenzeugen online gemeldet werden: Die einfach gehaltene Befragung ermittelt die wichtigsten Angaben und sendet sie zur Auswertung direkt an die International Meteor Organization (IMO).

09. April 2016:  

Das Auftreten von Meteoren, Feuerkugeln und Boliden vermochte seit jeher die Bevölkerung in Aufruhr zu versetzen. Einige davon fanden Eingang in Chroniken oder Tagebücher, wo sie zeitlich datiert und oft detailliert beschrieben und illustriert sind. Die FMA eröffnet deshalb ein Archiv für historische Meteorbeobachtungen und bittet um Einsendung oder Hinweise auf entsprechende Dokumente.

28. März 2016:  

Neulich wurde ein neues Meteor-Portal, ein sog. e-Zine, eröffnet: Die Seite MeteorNews informiert im News-Stil über aktuelle Ereignisse, Feuerkugeln, Beobachtungen und Berichte. Die Webpage steht unter der Leitung von Mitgliedern der International Meteor Organization und dürfte auch für uns von besonderem Interesse sein. Da beim neuen Portal die Aktualität im Vordergrund steht, werden die beliebten WGN-Journale, die vorallem wissenschaftliche Artikel und Analysen enthalten, nicht tangiert.

21. März 2016:  

Möglicherweise erhöhte Meteoraktivität um den 20. März und gegen Ende März 2016
Der kleine Komet 252P/LINEAR wird am 21. März in nur 5.4 Mio. Kilometern die Erde passieren. Zudem scheint er einen Begleiter zu haben: Ein Kometen-Fragment fliegt nur einen Tag später ebenfalls nahe an der Erde vorbei. Es besteht die Wahrscheinlich einer schwach erhöhten Meteoraktivität gegen Ende März.
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19. März 2016:  

Heute fand das 6. Meteor-Meeting in Zimmerwald statt:
Protokoll  Präsentation  FMADAT V2.0  Datenformate  Hardware MA

07. März 2016:  

FMA-Beteiligung bei der Bestätigung eines neu entdeckten Meteorstroms
Im Rahmen des Projektes CAMS (Cameras for Allsky Meteor Surveillance) entdeckte Peter Jenniskens vom SETI-Institut (Kalifornien) in der Nacht vom 14./15. September 2015 eine erhöhte Meteor-Aktivität. Die anschliessende Auswertung der europäischen Datenbank EDMOND unter der Leitung von Jakub Koukal bestätigt nun die Existenz des neuen Meteorstroms mit dem Namen chi-Cygniden (IAU-Nr. 757). Die hilfreichen Daten dazu lieferten folgende nationalen Meteor-Netzwerke:
CEMENT, BRAMON, FMA, UKMON, MeteorsUA, IMTN und HMN.
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